Berichte aus dem GGR
Bericht aus dem GGR vom 29.03.2012
Im Vorfeld der letzten GGR-Sitzung gab der Kredit für den Transport der Kindergartenkinder in die Allmend sehr viel zu diskutieren. Das Geschäft stiess bei den betroffenen Eltern auf sehr grossen Widerstand. Seit Jahren setzt sich die GFL für mehr Schulraum im Dorf ein. Wir lehnten darum den Kredit ab und fordern, dass sofort Schulraum im Dorf erstellt wird.
Da der zuständige Gemeinderat das Geschäft zurückzog, kam es während der GGR-Sitzung zu keiner Diskussion über diese Fragen.
Dringliche Motion "Bärenkreuzung"
Gemeinsam mit der SP und der EVP reichte die GFL eine dringliche
Motion zur Bärenkreuzung ein. Der Gemeinderat hat das Herzstück dieser
Vorlage (den Dorfplatz) herausgestrichen und will den Vertrag mit dem
Kanton nur so unterzeichnen. Dazu ist aber der Kanton nicht bereit. Die
Motion fordert den Gemeinderat auf, den Vertrag inklusive den Dorfplatz
zu unterzeichnen. Nur so gibt es eine gute Verkehrslösung, die die
Gemeinde nichts kostet.
Bericht der Fraktion zur GGR-Sitzung vom 31. März 2011
Die GGR-Sitzung ist aus Sicht der GFL-Fraktion (Michael Ruefer, Thomas Scheurer, Kuno Schläfli, Peter Stucki) weitgehend sehr erfreulich verlaufen.
Neues Schulreglement (ab 1.8.2011)
Fünf Punkte sind bei der Genehmigung des neuen Schulregelments herauszustreichen:
1. Quarta an kantonalen Gymnasien: Gegen den Widerstand der FDP, welche die Lehrerschaft vertrat, wurde (trotz höherer Kosten) die Aufhebung der Quarta beschlossen (bis 1.8.2014).
2. Aufhebung SpezSek (bis 1.8.2013): Mit einem erfolgreichen Antrag von Peter Stucki wurde die SpezSek abgeschafft. Die Gymervorbereitung erfolgt durch Spezialunterricht.
3. Mehrjahrgangklassen (7.-9.Klässler) in der Realstufe: Ein von der GFL unterstützter SP-Antrag zur Führung von Mehrjahrgangsklassen in der Realstufe wurde angenommen.
4. Gemischter Unterricht Sek/Real: Sek und Real können in den Nicht-Prüfungsfächern (Zeichnen, Musik, Turnen, etc.) in gemischten Klassen unterrichtet werden.
5. Mit der Genehmigung des Reglements wird ab dem 1.8.2011 die Bildungskommission ihre Arbeit aufnehmen (bestehend aus 36 Aufgaben!). (Anmerkung: Für die GFL wird gemäss Beschluss der Hauptversammlung Edith Bucheli in der BIKO mitarbeiten)
Damit konnte das vorgelegte Reglement in wesentlichen Punkten aus pädagogischer Sicht verbessert werden. Der Antrag von Peter Stucki zur Einführung des Manuelmodells (Durchlässiges Modell) wurde leider abgelehnt.
Anschaffung neues Tanklöschfahrzeug
Die GFL fand den Ersatz des 30-jährlgenTanklöschfahrzeugs zwar notwendig, aber mit 650`000.- sehr luxuriös. Thomas Scheurer bemängelte insbesondere, dass das Tanklöschfahrzeug mit Steuergeldern finanziert werden sollte und stellte den Antrag, dass das Fahrzeug ohne Steuergelder, d.h. aus Mitteln der Feuerwehr, bezahlt wird. Der Antrag wurde erfreulicherweise angenommen, wodurch nun 2012 mehr Geld für Investitionen zur Verfügung steht.
Sanierung Turnhalle Bodenacker
Die in 3 Etappen vorgesehen Sanierung der Turnhalle kostet 3,6 Mio Fr. Wenn man bedenkt, dass pro Jahr 2 Mio. für Investitionen zur Verfügung stehen heisst dies, dass allein diese Sanierung die Investitionen der Gemeinde für 2 Jahre blockiert. Michael Ruefer hat daher gefordert, dass bei derart grossen Investitionen, der Investitionskredit zeitlich begrenzt auf 3 Mio. erhöht wird, damit auch andere dringliche Investitionen getätigt werden können.
Politische Vorstösse
Das Postulat von Peter Stucki „Buchsi wird Biodiversitätsgemeinde“ wurde dem GGR vom Gemeinderat zur Ablehnung empfohlen, was dann auch so geschah. Die GFL-Fraktion findet es schon bedenklich, dass der RGM-dominierte Gemeinderat sogar ökologisch mehr als sinnvolle Anliegen nicht unterstützt – zum wiederholten Mal! Am Schluss der GGR-Sitzung hat dann die Gemeindepräsidentin ElsbethMaring anhand von zwei Vorstössen der GFL noch vorgerechnet, wie teuer die Bearbeitung politischer Vorstösse sei. Peter Stucki hat für die GFL sofort protestiert: Es darf nicht sein, dass demokratische Grundrechte aus Spargründen nicht wahrgenommen werden sollen. Frau Maring wollte offenbar mit diesem Spar-Appell der SVP einen Gefallen tun – und dies auf Kosten der GFL! Denkt Frau Maring wohl schon an eine Wiederwahl mit bürgerlicher Hilfe?
Rücktritt von Kuno Schläfli aus dem GGR
Die Sitzung vom 31. März war für Kuno Schläfli die letzte. Kuno will in seiner knappen Freizeit mehr für die Familie da sein. Sein Rücktritt hat aber auch politische Gründe: Trotz grossem Einsatz gelang es der von Kuno geleiteten Arbeitsgruppe Integration wegen der politischen Passivität des Gemeinderates nicht, entscheidende Schritte in Richtung bessere Integration zu bewirken. Immerhin: seine Kompetenz bleibt im Dorf! Danke
Rückblick auf die GGR-Sitzung vom 17. Februar 2011
Gemeinschaftsantennenanlage
GGR-Sitzung vom 17. Februar stand ganz im Zeichen des geplanten Verkaufs der
gemeindeeigenen Gemeinschaftsantennenanlage (mit rund 4500
angeschlossenen Haushalten) an die Cabelcom. Nach intensiven Vorgesprächen
unter den Fraktionen zeichnete sich ab, dass das vom Gemeinderat sehr einseitig
auf den Verkauf an Cablecom angelegte Geschäft zu einer Neubeurteilung
zurückgewiesen wird. Dass dann aber alle Parteien das Geschäft klar
zurückwiesen und SVP und SP in einem gemeinsamen Antrag sogar eine
Volksabstimmung (Verkauf ja / nein) forderten, war für Buchser Verhältnisse
überraschend. Die GFL-Fraktion freuts, denn sie war dem Verkauf gegenüber
skeptisch eingestellt (siehe Votum von Kuno Schläfli in Anhang). Nun können wir
den Verkauf dann vor der Volksabstimmung auch in der Partei diskutieren.
Beantwortung von GFL-Vorstössen
Mit einer von Thomas Scheurer eingereichten Motion wollte die
GFL erreichen, dass die Planung und Finanzierung von Bauprojekten
transparenter und damit auch kostengünstiger erfolgt, insbesondere,
dass die Projektkredite dem GGR erst nach Einholen der Offerten für das
Detailprojekte vorgelegt werden und dass über teure Projekte im GGRfrüh ein Grundsatzentscheid gefällt
wird. Beides passt dem Gemeinderat und der Mehrheit im GGR nicht, obschon es
ein leichtes gewesen wäre, diese Anliegen in die laufende Reorganisation der
Projektabwicklung aufzunehmen. Der Gemeinderat zeigt sich einmal mehr von
seiner trägen Seite und die SVP und FDP, die immer vorn Sparen reden, kriegen
kalte Füsse, wenn vom Sparen das Baugewerbe betroffen würde. Die bürgerliche
Sparpolitik ist alles andere als glaubwürdig!
Ebenfalls um die Finanzen ging es bei einer kleine
Anfrage von Thomas Scheurer zu den Erschliessungskosten der Arbeitszone
Buchlimatt. In der Tat können die Investitionen der Gemeinde über
Kapital-, Gewinn- und Liegschaftssteuern wieder eingespielt werden.Zudem könnten rund 80 Arbeistsplätze
geschaffen werden. Dennoch: Arbeitszonen sind für die Gemeinde keine Fundgrube:
Von 10 IGewerbe-Betrieben fallen etwa gleich viel Steuern an wie von 3-4 guten
Steuerzahlenden. Dies soll bei künftigen Einzonungen berücksichtigt werden.
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Rückblick auf die GGR-Sitzung vom 27. Mai 2010
Aus Sicht der GFL-Fraktion interessierten die folgende Geschäfte:
Rechnung 2009
Die Rechnung 2009 schliesst erfreulicherweise mit einem Überschuss von ca. 1,6 Mio ab. Dieses Resultat ist das Ergebnis einmaliger oder ausserordentlicher Erträge sowie grossen Einsparungen bei den Investitionen. Der Finanzhauhalt der Gemeinde bleibt bei fehlendem Eigenkapital auf sehr wackligen Füssen. Der Überschuss musste vollumfänglich für die Reduktion des Bilanzfehlbetrag verwendet werden mussten (neu immer noch 2,4 Mio.). Die GFL unterstützt alle sinnvollen Anstrengungen, damit die Gemeinde möglichst bald wieder über Eigenkapital verfügt.
Unterhalt Schulhäuser (Hallenbad Riedli, Turnhalle Bodenacker)
Da man bei nötigen Sanierungen viel zu lange gewartet hatte, wurden nun kurzfristig zwei sehr dringende Sanierungen vorgelegt, die während den Sommer- und Herbstferien ausgeführt werden sollten. Die GFL stellt diese Sanierungen im Grundsatz nicht in Frage, war aber, wie alle anderen Parteien mit der Abwicklung der Projekte nicht zufrieden. Da das Hallenbad Riedli sonst geschlossen werden müsste, hat die GFL diese Sanierung mehrheitlich unterstützt (bei Annahmen durch GGR), jene der Turnhalle Bodenacker aber mehrheitlich abgelehnt (bei Rückweisung durch GGR). Bei Bauprojekten der Gemeinde fehlt es an Gesamtkonzepten und an Transparenz (z.B. bei den Offerten). Die GFL-Fraktion sieht sich damit bestätigt, den geplanten Vorstoss für mehr Transparenz bei der Genehmigung von Projektkrediten an der nächsten Sitzung einzureichen. Zudem hält die GFL weiter die Forderung nach einem Infrastrukturdepartement aufrecht, denn nur so können alle Infrastrukturanlagen effizient geplant und kostengünstig unterhalten werden.
Tagesschule
Der Kanton hat die Gemeinden verpflichtet, Tagesschulen zu führen, wodurch die Diskussion zur Weiterführung der Tagesschule zum Glück nicht mehr geführt werden musste. Wir sind nun gespannt über den Controllingbericht der ersten beiden Tageschuljahre, der im herbst vorliegen soll.
UNO-Jahr der Biodiversität
Aus Anlass der UNO-Jahres der Biodiversität hat das Büro der GGR auf Anregung der GFL Dr. Daniela Pauli vom Forum Biodiversität zu einem Referat über Zustand und Zukunft der biologischen Vielfalt eingeladen. Peter Stuki nahm dieses Referat zum Anlass, eine Motion für eine „biodiversitätsfreunliche Gemeinde“ einzureichen (siehe unten). Zudem hat Peter Stucki im Vorfeld dazu aufgerufen, naturnahe und vielfältige Gärten ausfindig zu machen und diese dann im November für den Prix Buchi zu nominieren.
Zukunft 300m-Schiessplatz Bärenried (GFL-Postulat)
In den nächsten Jahren soll der Schiessplatz Bärenried (300m-Anlage und Schützenhaus) mit rund 700`000 Franken Steuergelder saniert und das sanierte Schützenhaus dem Schützenverein verkauft werden. In einem Postulat von Thomas Scheurer verlangte die GFL-Fraktion, dass vor diesen grossen Investitionen geprüft werden soll, ob an diesem Standort weiterhin auf 300 m geschossen werden muss. Zudem soll rechtlich abgeklärt werden, ob dies durch das Volk entschieden werden kann (Postulat siehe Anhang). Der Gemeinderat findet solche Abklärungen, wie eine Mehrheit des GGR (v.a. SVP und einige Schützen aus anderen Partien) nicht nötig. Die GFL wird nun weitere Schritte unternehmen mit dem Ziel, dass das Volk über die Zukunft der 300m-Schiesstandes Bärenried entscheiden kann.
Rückblick auf die GGR-Sitzung vom 18. Februar 2010
Es gibt kaum eine GGR-Sitzung ohne Genehmigung von Projektkrediten und Bauabrechnungen. Zu den Bauabrechunungen kann man nicht mehr viel mehr als ja sagen – so auch diesmal zur Bauabrechnung für die Unterführung, die ja mit 8 Mio u.a. zu einem grossen Loch in die Gemeindefinanzen und zu einer Steuererhöhung geführt hat. Die Befürworter hatten 2005 noch von 6 Mio. ohne Steuererhöhung gesprochen. Die GFL hat damals einen klaren Nachweis gefordert, wie das Bauwerk genau finanziert wird – heute ist nach dem Beispiel Unterführung vielen im GGR klar, dass Projekte für solche Grossbauwerke nicht ohne klaren Finanzierungsnachweis genehmigt werden dürfen. Das heisst, dass in Zukunft die Projektgenehmigungen viel sorgfältiger behandelt werden müssen. Nicht nur die Finanzierung muss offen gelegt werden, auch die Kosten. Heute werden Projekt und Kredit zusammen genehmigt, wodurch die Kosten nur sehr pauschal berechnet werden können. Das Kostendach ist zudem allen bekannt und verfälscht die Offerten. Die GFL wird nun vorschlagen, dass zuerst das generelle Projekt mit einem Projektierunsgkredit genehmigt wird und danach Offerten für das Detailprojekt eingeholt werden, welche dann die Grundlage für die Kreditgenehmigung sind. So kann der GGR die verschiedenen Offerten begutachten und mit der Kreditgenehmigung noch Korrekturen am Projekt anbringen, z.B. zu teure Projekte wieder zurückweisen. Die Fraktion ist überzeugt, dass Projekte der öffentlichen Hand so billiger werden.
Thomas Scheurer
Die beiden Vorstösse von A. Lavinia (SVP) und E. Niederhauser (SP) zur Verwendung eines eventuellen Erlöses aus dem Verkauf der Ferienheims Schönried wurden von unserer Fraktion unterstützt (vergl. Artikel im Bund vom 20. Februar), die dann beide vom GGR überwiesen wurden. Damit wurden dem GR signalisiert, dass ev. neu verfügbare Mittel für Schul-, Sport- und Jugendprojekte sowie den Schuldenabbau eingesetzt werden sollen. Die Tatsache, dass diese Debatte relativ engagiert geführt wurde, drückt auch aus, dass das Vertrauen in den GR, dass „er dann schon das Richtige tun würde“, gering ist.
Kuno Schläfli